Mantren und Meditation

Das Rezitieren eines Mantras soll dem Freisetzen mentaler Energien dienen, oft auch als Gebet. Jede Silbe und jedes Wort während einer Puja gilt als Mantra. Zu den ältesten bekannten Mantren gehören die Opferformeln und Gebete der Veden.

Mantren sind auch als Beschwörungsformeln, etwa gegen Schlangen, Dämonen oder andere negative Kräfte, in Gebrauch. Wie schon im vedischen Ritus, wo die richtig intonierte Formel eine wichtige Funktion als wirksame Kraft erfüllte, misst man auch im Hinduismus dem Klang und dem Gesang religiöser Wert und Wirksamkeit bei.

Hinduistische Schüler erhalten nach der Einweihung in den Ritus in der Regel vom Guru ein persönliches Mantra. Diese Formel muss geheim gehalten werden und soll der Schatz des Gläubigen sein.

Man unterscheidet drei Arten von Mantren:

  • · Saguna, wörtlich mit Form, richten sich an eine bestimmte Gottheit bzw. an einen bestimmten Aspekt Gottes.
  • · Nirguna, wörtlich ohne Form, richten sich an das formlose Göttliche.
  • · Bija oder bija-akshara sind einsilbige Keim-Mantren, die speziell in der Meditation oder in Zeremonien verwendet werden, und nach hinduistischer Lehre auch auf das jeweilige Energiezentrum, das Chakra wirken können (HAM - Äther, YAM - Luft, RAM - Feuer, VAM - Wasser, LAM - Erde).

Das bekannteste Bija Mantra ist Om, das für Hindus wichtigste Mantra überhaupt, das alle anderen in sich enthält.

MantrenMantren gibt es in allen Religionen, so auch in der christlichen Tradition, z.B. "Halleluja" (Gelobt sei Jah), "Amen" (Es ist gesagt; vergleiche Aum, Om) und viele mehr.

Fragen dazu beantwortet gerne:
mantra@powwwer.de, Brigitte Klais, Tel. 08664-929500

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